
Intervallfasten: Der natürliche Rhythmus für mehr Wohlbefinden
Intervallfasten Der natürliche Rhythmus Wohlbefinden Intervallfasten Lecker Essen, das gut tut. Vielleicht geht es Dir auch so: „In den letzten Wochen habe ich ein paar Kilos mehr bekommen. Das ist nicht dramatisch, aber ich würde diese Kilos gern wieder loswerden.“Klar, regelmäßige Bewegung ist wichtig, aber der weitaus wichtigere Teil ist die Ernährung. Ich persönlich halte gar nichts von Diäten, aber ist bin ein Fan von Ernährungskonzepten, die sich gut in meinem Alltag integrieren lassen. Also wie wäre es mal mit Intervallfasten? Das könntest Du auch mal ausprobieren. Zusammen mit unserer Ernährungsberaterin und Ökotrophologin Ulrike stellen wir Dir ein paar Tipps und Ernährungskonzepte vor. Lass Dich einfach etwas inspirieren. Intervallfasten, was ist das eigentlich? „Intervallfasten“ – oder etwas schicker formuliert „intermittierendem Fasten“ – bedeutet einen Wechsel von Phasen mit „normaler“ Nahrungsaufnahme mit Phasen geringer, beziehungsweise ohne Nahrungsaufnahme. Das intermittierende Fasten hat eine echt entlastende Wirkung auf den Körper. In den Phasen der Nahrungspausen wird ein regelrechter Recycling-Prozess in Gang gesetzt. Dabei bauen die Zellen unseres Körpers nicht benötigte und krankhafte Zellbestandteile ab und verwerten sie anderweitig. Mit jeder Unterbrechung der Nahrungszufuhr, ob für mehrere Stunden, Tage oder Wochen, werden im Körper Prozesse angeregt, die sich positiv auf unsere Gesundheit auswirken. Die Varianten des Fastens unterscheiden sich hinsichtlich der Dauer des Nahrungsverzichtes und der Häufigkeit der Fastentage innerhalb eines bestimmten Zeitraums und sind sogar als Dauerkostform geeignet. Ziel ist in der Regel eine langfristige Gewichtsreduktion. Warum Intervallfasten so gut? Der menschliche Körper ist evolutionsbiologisch darauf ausgelegt, Phasen des Essens und Phasen der Nahrungspause zu haben. Genau diese Pausen fehlen heute oft: wir snacken zwischendurch, essen spät abends oder greifen aus Stress zu schnellen Kohlenhydraten. Intervallfasten schenkt dem Verdauungs- und Hormonsystem diese Pausen zurück. Das kann helfen, dass: Deine Fettverbrennung angekurbelt wird, Entzündungsprozesse im Körper zurückgehen, sich Deine Hunger- und Sättigungsgefühle stabilisieren, Dein Schlaf besser wird, Dein Stoffwechsel insgesamt ruhiger und effizienter arbeitet. Die wichtigsten Formen des Intervallfastens Es gibt nicht das eine perfekte Intervallfasten. Jede Methode hat ihre Besonderheiten, entscheidend ist, dass sie in deinen ganz persönlichen Alltag passt und sich für Dich gut anfühlt. Die 16:8-Methode, der Klassiker Hier fastest du 16 Stunden lang und hast ein Essensfenster von 8 Stunden. Viele starten zum Beispiel mit dem Essen in der Zeit von 12:00 – 20:00 Uhr oder 10:00 – 18:00 Uhr. Diese Form ist beliebt, weil sie am alltagstauglichsten ist. Besonders Menschen ab 50 profitieren von: weniger Stress für die Verdauung stabileren Energieschwankungen leichterer Planbarkeit im Alltag Tipp: Starte mit 12 oder 14 Stunden und verlängere die Fastenzeit Stück für Stück. Die 14:10-Methode, perfekt für Einsteiger Ideal für alle, die sanft ins Intervallfasten einsteigen möchten.Ein Essensfenster von 10 Stunden ermöglicht regelmäßige Mahlzeiten ohne strenge Vorgaben. Diese Methode eignet sich besonders gut für Menschen mit viel Stress oder hormonellen Veränderungen (z. B. in der Menopause), da sie den Körper nicht überfordert. Die 5:2-Methode, zwei entspannte Fastentage An fünf Tagen isst du normal, an zwei Tagen reduzierst du deine Kalorienzufuhr auf etwa 500–600 kcal. Das ist keine klassische Fastenform, aber eine sehr wirkungsvolle Methode zur Gewichtskontrolle. Diese Methode ist für Menschen, die an zwei Tagen flexibel essen möchten und gerne mit klaren Vorgaben arbeiten, sehr gut geeignet. Eat-Stop-Eat, 24 Stunden Fasten Ein- bis zweimal pro Woche wird 24 Stunden gefastet, z. B. von Abendessen zu Abendessen. Diese Methode fordert etwas mehr Disziplin und ist nicht für jeden geeignet, viele unserer Kunden ab 50 empfinden sie als zu intensiv. Wer jedoch körperlich und mental stabil ist, kann damit gute Effekte erzielen. Alternate-Day-Fasting, jeder zweite Tag Hier wird abwechselnd ein Fastentag und ein normaler Tag durchgeführt. Diese Form ist für erfahrene Fastende und eignet sich weniger für alle mit hormonellen Herausforderungen oder viel Stress. Welche Form passt zu dir? Stell dir folgende Fragen: Wann habe ich im Alltag wirklich Ruhe für Mahlzeiten? Wie geht es mir morgens, hungrig oder eher neutral? Wieviel Stress habe ich aktuell? Wie ist mein Schlaf? Trainiere ich regelmäßig bzw. wann trainiere ich? Für die meisten Menschen ab 50 ist die 14:10- oder 16:8-Methode ein idealer Einstieg. Sie ist sanft, flexibel und lässt sich wunderbar mit einem aktiven Alltag kombinieren – ob im Job, im Privaten oder beim Training. Egal welche Form du wählst: Intervallfasten ist kein Freifahrtschein für ungesunde Mahlzeiten. Die Qualität der Ernährung ist entscheidend. Achte besonders auf: ausreichend Protein (Muskel- und Regenerationserhalt!) viel Gemüse und Ballaststoffe gesunde Fette komplexe Kohlenhydrate genug Wasser und ungesüßten Tee regelmäßige Bewegung Und: Hör auf deinen Körper. Fasten soll dir guttun, nicht stressen. Ein paar kleine Hintergrundinformationen zum Intervallfasten Der regelmäßige Nahrungsverzicht kann vor chronischen Erkrankungen schützen und sogar das Leben verlängern kann. Es gibt Hinweise, dass das Intervallfasten vor auch Typ-2-Diabetes schützen oder diesen sogar heilen kann. Auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen kann der regelmäßige Nahrungsverzicht vorbeugen. Außerdem vermag das Intervallfasten die Gehirnfunktion verbessern und altersbedingte neurologische Erkrankungen wie Demenz oder Alzheimer hinauszögern. Hinsichtlich der Krebsprävention gibt es ebenfalls Hinweise auf eine protektive Wirkung. Um jedoch allgemeine Empfehlungen ableiten zu können, sind dazu noch weitere Untersuchungen notwendig. Was ist „normale“ Nahrungsaufnahme Unter der normalen Nahrungsaufnahme meinen wir natürlich NICHT Pommes und Schokolade. Wichtig ist eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Eiweiß, Vitaminen und auch Kohlenhydraten. Pauschal würden wir die Kohlenhydrate übrigens nicht aus Deinm Ernährungsplan streichen, denn Du brauchst ja auch Power für Deinen Trag. Allerdings empfehlen wir auf die berühmten Weißmehl-Varianten zu verzichten. Statt dessen probiere, ganz besonders am Abend, doch mal Linsen, Humus oder Tofu. Viel Erfolg beim Ausprobieren und Spaß beim neuen Essen. Michaela und Ulrike Darf es etwas mehr sein? Du möchtest mehr über Ernährung erfahren? Sehr gern. Wir beraten Dich super gern und geben ganz tolle Tipps für Deine ganz persönliche Ernährung mit auf den Weg. Intervallfasten ist ein wunderbares Werkzeug, um mehr Energie, ein besseres Körpergefühl und hormonelle Balance zu erreichen, besonders ab 50. Die Kunst besteht darin, die Form zu finden, die zu deinem Lebensstil passt und die du langfristig mit Freude umsetzen kannst. Wenn du dir beim Einstieg oder bei der Auswahl der passenden Methode Unterstützung wünschst, begleiten wir Dich gern, im Personal Training, in unseren Workshops




